Projektdaten
Leistungen
In den „Leidenhausener Gärten“ werden auf einem Areal von 4,4 ha in Köln-Porz-Eil insgesamt 220 neue Wohneinheiten entstehen. 77 Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Wohnungen in neun Mehrfamilienhäusern gruppieren sich um 4 Quartiersplätze, welche durch eine attraktive 7.500 m² große Grünanlage mit einem eingebetteten Spielplatz miteinander verbunden werden. Die Auftraggeberin hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln in diesem Projekt das Planungsrecht geschaffen. Der Bebauungsplan ist 2024 rechtskräftig geworden.
Zu den Aufgaben von IPL CONSULT gehörte neben der Objektplanung der Verkehrsanlagen und der Entwässerungsanlagen auch im Rahmen der wassersensiblen Stadtplanung und Straßenraumgestaltung die Betrachtung von Starkregenereignissen und die Festlegung von Retentionsflächen zur Zwischenspeicherung des Regenwassers. Die „Leidenhausener Gärten“ gelten als Pilotprojekt für die wassersensible Stadtplanung und Straßenraumgestaltung bei der Stadt Köln. Das Starkregenkonzept sieht eine multifunktionale Nutzung und Integration der öffentlichen Straßen, Plätze und Grünflächen vor.
Erstmals wurde in einem Erschließungsgebiet nur ein Schmutzwasserkanal hergestellt. Sämtliches Oberflächenwasser der Verkehrsanlagen wird über die entsprechenden Längs- und Querneigungen Versickerungsmulden oder Tiefbeeten zugeführt. Die Tiefbeete speisen die angrenzenden Baumscheiben mit Sickerwasser im Tiefwurzelbereich.
Bei Starkregen fließt das Oberflächenwasser bei Überlauf der Tiefbeete und Mulden in die Notflutflächen der zentralen Grünanlage. Die multifunktionale Nutzung der Retentionsflächen für Starkregenereignisse wurde in enger Abstimmung mit dem Stadtplaner, dem Landschaftsarchitekten und dem Bodengutachter entwickelt.
Auch das unbelastete Niederschlagswasser der Privatflächen wird vor Ort gemäß DWA-A 138-1 versickert.
Für jedes Baufeld oder Grundstück wurde ein Überflutungsnachweis erstellt. Das Entwässerungskonzept wurde von IPL CONSULT gemäß DIN EN 1986-100 für jedes Baufeld für jedes Grundstück entwickelt. Auch auf den privaten Grundstücken wurde eine konsequente Regenwasserversickerung gemäß DWA-A 138-1/-2 und DWA-A 102 umgesetzt.