Projektdaten
Leistungen
Im Jahr 2024 wurde der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet Rondorf Nord-West durch die Stadt Köln beschlossen. In dem neuen Quartier werden 1.400 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern auf Flächen errichtet, die derzeit landwirtschaftlich genutzt werden. Neben dem Bau eines Drogerie- und Supermarktes sind im Plangebiet auch 4 Kindertagesstätten, 2 Grundschulen und 1 Gymnasium vorgesehen. Für die Schaffung der Wohnbauflächen wurde bereits ein vorhandener See umgelegt.
Für die Abwicklung der zusätzlichen Verkehre wird neben der Verlängerung der Stadtbahn über Rondorf nach Meschenich auch eine Entflechtungsstraße gebaut. Die Entflechtungsstraße wird in West-Ost-Richtung zwischen Rondorf und Immendorf geführt und weist eine Länge von 2,5 km auf. In Nord-Süd-Richtung beträgt die Länge 1,2 km. Die Gesamtausbaulänge, einschließlich den Anpassungen an den querenden Bestandsstraßen, beläuft sich auf etwa 5,0 km.
Die Entflechtungsstraße wurde als Landstraße eingestuft und gemäß der RAL (Richtlinie für die Anlage von Landstraßen) geplant. Im Westen schließt die Entflechtungsstraße mit einer neuen lichtsignalgeregelten Einmündung an die B51 Brühler Landstraße an. Alle anderen Bestandsanbindungen und neuen Knotenpunkte mit querenden Straßen werden durch Kreisverkehre mit einem Außendurchmesser von 32 m bis 42 m hergestellt.
Bei diesem Projekt wurde seitens der Stadt Köln großer Wert auf eine optimale Radwegeverbindung zwischen den Stadtteilen gelegt. Die gemeinsamen Geh-/Radwege, die parallel zur Entflechtungsstraße verlaufen, haben eine Breite von 3,5 m. Die Querung einer Veloroute erfolgt durch ein neues Brückenbauwerk in der +1-Ebene. Die Brücke berücksichtigt bereits den Ausbau der Veloroute zu einem Radschnellweg.
Die geplante Stadtbahnverlängerung nach Meschenich unterquert die Entflechtungsstraße in der -1-Ebene. Im Einschnittsbereich wird ein Regenversickerungsbecken gebaut.
Die unmittelbare Nähe der Entflechtungsstraße zu einer Vielzahl parallel verlaufender Produktleitungen und einer Wasserschutzzone stellte hohe Anforderungen an die Planung hinsichtlich Lage und Höhe, um die Vorgaben der Richtlinien einhalten zu können.